Wir haben es endlich geschafft. Wenn ihr treuen Fans diesen Blogeintrag lest, dann sitzen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit schon bei dem dritten Getränk in unserer ersten Unterkunft. Gegessen haben wir auch schon fürstlich.
Und dass kann ich schonmal vorweg nehmen: Das haben wir uns auch redlich verdient.
Alles in allem waren es dann gute 28 Stunden Reisezeit. Da kann man auch schonmal ein bisschen Knülle sein. Besonders wenn zu den körperlichen Strapazen auch noch psychische Belastungen hinzukommen. In chronologischer Reihenfolge: In Frankfurt angekommen entschied sich unser lieber Robert dazu, mal ein bisschen Action in den ganzen Ausflug reinzubringen. Ihm war das wohl alles zu perfekt durchgeplant. Immerhin hatte unsere liebe Anni zwischen Zugankunft und Abflug einen Sicherheitspuffer eingebaut. Sowas ist für Robert natürlich ein absolutes No-Go. Sich auf dem Flughafen einfach ganz entspannt noch zwei Bier rein zu laden und dann leicht beschwipst in den Flieger zu steigen wäre zu einfach. Stattdessen hat sich Robert lieber einen vollkommen überteuerten PCR Covid Test geleistet. Unsere Taktik, dass ja nichts passieren kann weil wir nicht mehr testen müssen geriet also in Gefahr. Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass Robert die Entscheidung pro Test nicht komplett freiwillig getroffen hat (Obwohl ich schon glaube, dass er da auch bisschen Lust drauf hatte). Das leicht überforderte Bodenpersonal hatte entschieden, dass Roberts Impfstatus nicht für eine Testbefreiung ausreicht. Trotz lupenreiner Argumentation unserer Seite wollte sich die gute Dame nicht vom Holzweg abbringen lassen. Neben einer nicht ganz unsubstanziellen monetären Summe kostete die Wartezeit und Ungewissheit über das Ergebnis des Tests einige Reisemitglieder einiges an Nerven. Meiner Einschätzung nach war am ehesten Anna bereit dazu, Robert bei einem potenziellen positiven Testergebnis in Frankfurt zurück zu lassen. Alle anderen hatten damit moralisch schon mehr zu kämpfen. Eine große Wahl hätten wir aber sowieso nicht gehabt - unsere Gepäckstücke waren nämlich schon unterwegs.
Lange Rede, kurzer Sinn: Testergebnis war negativ, wir mussten alle nüchtern ins Flugzeug und hoch lebe der Kapitalismus und freie Preisgestaltung.
Im Flugzeug schien unsere Geduld zuerst belohnt zu werden, nur um dann gleich wieder getestet zu werden. Wir fanden ein nur halb volles Flugzeug vor. Die beiden Pärchen hatten jeweils eine Reihe für sich (Keine Sorge, ich habe drauf geachtet, dass unter den Decken keine schweinischen Fummeleien von statten gehen) und der Bundestrainer hatte sogar eine ganze Vier-Sitz Reihe für sich alleine. Da konnte man sich tatsächlich ganz gut lang machen. Die Freude hielt aber nicht lange an, denn der Getränkeservice ließ mehr als nur zu wünschen übrig. Über eine Stunde mussten wir armen, ausgelaugten Reisenden auf Flüssignahrung warten.
Ansonsten ist das meiste glatt gelaufen. Robert hat Anna noch einen Orangensaft in den Schoß gekippt und André fragt die ganze Zeit wo denn nun die Elefanten seien.. Außerdem haben wir festgestellt, dass Giraffen blaue Zungen haben weil sie gerne Schlumpfeneis essen. Wir sind also bestens informiert.
Die Einreise und Autoanmietung hat leider auch nochmal ein bisschen Zeit gekostet. Das WLAN im Auto funktioniert nicht. Dadurch hat sich die Anfahrt zu der ersten Unterkunft als etwas stressig und undurchsichtig erwiesen. Wir haben es allerdings nach kurzer Orientierungsphase doch noch ins Hotel geschafft. Die Kaderzusammensetzung hat sich also schon bezahlt gemacht. Mit den Jungs und Mädels kann man auch brenzlige Situationen lösen!
Noch kurz ein paar allgemeine, organisatorische Dinge: Ich habe leider noch keine Möglichkeit gefunden Fotos hochzuladen. Auch das veröffentlichen von Kommentaren fällt mir schwer. Ich weiß natürlich, dass das vollkommen inakzeptabel ist und gelobe Besserung. Habe ja jetzt erstmal zwei Wochen Zeit um das herauszufinden.
Noch dazu werde ich die Blogeinträge immer schon mal über den Tag hin schreiben und dann nach und nach im Laufe des Tages noch ergänzen. Es wird also immermal unter den Blogeinträgen kurze Nachträge geben, wo späte Informationen vermittelt werden.
Nachtrag: Mir ist zu Ohren gekommen, dass die organisatorischen Leistungen und Fähigkeiten meiner herzallerliebsten Schwester in meinem ersten Blogeintrag etwas zu kurz gekommen sind. Dies möchte ich hier nochmal gerade rücken. Die beiden Mädels haben sich fair in die Planungsaufgaben reingeteilt. Anni hat einen bombastischen Job gemacht und wird die kommenden zwei Wochen noch ordentlich gehuldigt!
Weiterer Nachtrag: Ich muss leider verkünden, dass auch der Bundestrainer nicht fehlerfrei ist.. Es steht noch nicht ganz fest wie es passieren konnte, aber ich habe an unserem Mietwagen gleich mal die Alarmanlge angeschmissen und der lokalen Bevölkerung unsere Ankunft verkündet. Zwischen Perfekt und fast Perfekt gibt es halt schon noch eine kleine Marge.
(Dieses Absatz habe ich nicht freiwillig verfasst. Ich wurde gezwungen über meine Fehler so öffentlich zu berichten. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich mich als Author aus der ganzen Sache mit der Kritik raushalten kann. Von dem Gedanken muss ich mich wohl verabschieden.)
Prost!





Ich bin mir sicher, dass der Robert für Entschädigung sorgen wird, in dem er die (durch den psychischen Stress) verspannten Rücken ausgiebig massieren wird.
AntwortenLöschenDa wir ja schonungslosen, offenen Journalismus erwarten, bin ich erleichtert, dass auch über die Makel des Bundestrainers berichtet wird. (auch wenn man da mit ein wenig Druck nachhelfen muss)