Dienstag, 26. April 2022

Blyde River Canyon

 Unser erster Morgen am Fuße der Drakensberge begann für einige Reisenationalmannschaftsmitglieder mit einem Schock. Das Frühstück, welches sich jeder am Vorabend aussuchen musste erschien weniger üppig als gedacht. Panik und Neid machten sich breit, denn nicht alle hatten nur halbvolle Teller vor sich stehen. Der Bundestrainer hatte ordentlich vorgesorgt und hatte volle Teller. Wie das immer so ist, wurde dann sofort der Chef für die ungerechte Verteilung verantwortlich gemacht. Ohne vorher vielleicht mal drüber nachzudenken, dass man vielleicht auch selbst für deine Fehler verantwortlich sein könnte, wurde auf dem armen Ludwig rumgehackt. In solchen Momenten wird einem als Trainer immer wieder bewusst, dass man am Ende auch nur eine arme Sau ist, die als Spielball für Schuldzuweisungen genutzt wird. Jogi Löw ging es damals ähnlich.. da spricht man ein bisschen komisch und kratzt sich sich mal ab und zu am Sack und schon ist man auf dem Abstellgleis. 


Umso frustrierender, dass die ganze Aufregung umsonst war. Es war am Ende doch genug da um alle satt zu bekommen und der Bundestrainer musste sich sogar eingestehen, dass er sich ein bisschen überschätzt hat und zu viel bestellt hatte. Und das ist ja eigentlich garnicht meine Art. Glänze ich doch sonst meist mit Zurückhaltung und chronischer Selbstunterschätzung. 


Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Drakensberge, einer Tafelbergs und Gebirgsregion, die sich über weite Teile Südafrikas erstreckt. An mehreren Aussichtspunkten haben wir bei bestem Wetter die Aussicht genossen. Auf den Bildern wird deutlich, wie viel eine tolle Landschaft ausmachen kann. Vor dem Hintergrund sehen sogar Robert, André und ich gut aus. 


Da es hier Punkt 18 Uhr dunkel wird und wir trotzdem nicht dafür bekannt sind früh aufstehen zu wollen, sind die Tage recht kurz. Viel mehr ist dementsprechend auch nicht mehr passiert. André hatte für Abends noch ein Arschbombenwettbewerb im Pool angesetzt, den wir leider wegen fehlender Pooltiefe absagen mussten. Auch ist festzustellen, dass unterschiedliche Tiere auf unterschiedliche Sachen stehen. Unsere nackten, adonisähnlichen Körper haben nämlich Zebras angelockt. Antilopen stehen auf kitschige Liebesgeschichten, Zebras auf nackte Haut.. Nur das mit dem guten Humor und den Nilpferden hat nicht so ganz geklappt. Vielleicht liegt das aber auch einfach an der Sprachbarriere. Logischerweise sprechen südafrikanische Nilpferde ja nur englisch. Das werden wir heute gleich  mal ausprobieren. 

Auch ohne Nilpferde haben die Gin Tonics aber bestens geschmeckt.


Prost und bis bald!




















2 Kommentare:

  1. So schöne Bilder. Macht weiter so!
    (Ich möchte auch Zebras im Garten)

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  2. Ja,so ein anfänglicher Futterneid kann schon ganz schön anstrengend sein, umso mehr freut es mich,daß dann doch alle zufrieden in den ereignisreichen Tag gestartet sind. Die Zebras vorm Haus wären mir dann auch lieber als Nashörner, da bin ich glaub ich altmodisch und würde mich in Anwesenheit der gestreiften doch sicherer fühlen. Schöne Zeit euch noch LG aus Dresden

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