Samstag, 16. Juli 2016

Ein letzter Eindruck

Nachdem nun einige Tage vergangen sind seit die Helden wieder Heim gekehrt sind und schon 1/2 Eindrücke verarbeitet werden konnten, gibt es nun den abschließenden Bericht zu der gesamten Reise.

"Was mache ich hier eigentlich?" Diese Frage stellte ich mir mehr als nur Einmal in den Stunden vor Reisebeginn. Gebeutelt und geschlaucht von 2 Monaten Abitur-stress und dem doch etwas ausgeartetem Abiball in der Nacht zuvor gab es für mich schönere Gedanken als die nächsten 48 Stunden auf den Beinen zu verbringen. Die Motivation hielt sich in Grenzen und der Gedanke, dass ich mir die nächsten 14 Tage ein Bett mit Kettensägenmeister Robert teilen muss machten die Kopfschmerzen auch nicht besser. Auch die zwei anderen Reisenden stellten sich diese Frage bestimmt. Vielleicht aus anderen Gründen, aber egal. Den Mist hatten wir uns selber eingebrockt..

Als wir letzten Herbst darüber sprachen, ob eine solche Reise sinnvoll und tatsächlich realisierbar ist ging der ganze Spaß los. Der große Meister und Herrscher machte Nägel mit Köpfen und gab Anweisungen, Flüge gen Westen zu finden. Es wurden erste Planungen und Überlegungen getätigt um der perfekten Route und dem perfekten Urlaub ein Stück näher zu kommen. Der furchtlose Kapitän Robert leitete und lenkte die Planung durch unruhige Gewässer und rekrutierte kurzerhand noch einen Matrosen, der für das Abenteuer als Geeignet erschien. Auch Matrose Hagen machte Nägel mit Köpfen und entschied sich innerhalb kürzester Zeit zugunsten einer Reiseteilnahme. In den folgenden Monaten galt es dann neben der endgültigen Ausarbeitung der Route auch noch Unterkünfte zu finden. Immerhin waren zum Zeitpunkt der Reise 2/3 der Mitglieder schon längst über ihren Zenit und deshalb entschied sich die Organisation gegen den Schlafsack und die Isomatte und für das noble Hotel. Nachdem all dies (Wie nicht anders von einem Heinrich zu erwarten) pünktlichst erledigt wurde konnte man sich zurück lehnen und auf die Reise warten. Die trügerische Ruhe täuschte. Die Zeit verging wie im Flug und so wurde aus "Ach wir haben doch noch ein halbes Jahr Zeit" ein eher erschrockenes "Scheiße, wir fliegen in 12 Tagen in die USA.". Auch diese verbliebenen Tage halfen nur wenig um sich mental auf dieses Unterfangen vorzubereiten und ehe man sich versah,stand man auf der Golden Gate Bridge und ließ sich von der Sonne die Nase verbrennen. Die ganze Nervosität der letzten Tage, sei es aufgrund des Fluges oder aufgrund der Tatsache, dass man so eine Reise noch nie geplant hat und nicht weiß ob alles so funktioniert wie gewünscht, war verflogen. So machten wir auch die nächsten Wochen weiter: Entspannt und ohne Nervosität konnten wir diese zwei Wochen genießen und die unzähligen Eindrücke so gut wie möglich aufnehmen. Auch nach mehreren Wochen fällt es aber immernoch schwer zu realisieren welche Anzahl an Naturwundern und Städten man in diesen Tagen erkunden konnte. Man hätte gut und gerne auch 3-4 Wochen mit der selben Anzahl von Zwischenstopps verbringen können ohne das Einem langweilig geworden wäre. Wir haben aber das Beste aus der so kurzen Zeit gemacht und trotzdem eine große Anzahl von Menschen mit unseren Wundertaten berührt und den amerikanischen Kontinent zu einem besseren Ort gemacht.

 Die angekündigten Bewertungen der einzelnen Reisesmitglieder kann deshalb nur wie folgt ausfallen: Der unzerstörbare Robert schließt die Reise mit einer grandiosen 1 ab! Eine atemberaubende Leistung, die nur von dem gelegentlichen Schnarchen und 1-2 Umwegen durch Pazifikbunker getrübt wurde. Ansonsten gab er den allseits bekannten Touristen der immer auf der Suche nach dem nächsten perfekten Selfie war. Auch steuerte er unser Superheldenmobil die meiste Zeit durch die amerikanische Prärie und meisterte auch Herausforderungen wie die Autobahn in Los Angeles souverän.
Auch der zuletzt dazu gestoßene Hagen erwies sich (wie auch schon erwartet) als taugliches Mitglied und darf sich deshalb auch über eine glatte 1 freuen. Der Akademiker verdrehte reihenweise den amerikanischen Schönheiten den Kopf und war Stimmungsmacher Nummer 1. auf dieser Reise. Ob sinnvolle Gespräche (eher selten) oder das allseits beliebte "dummes Zeug erzählen" (eher nicht so selten), Hagen war für alles offen und für jeden Spaß zu haben. Auch hier gab es jedoch einige wenige Punkte, die die Abschlussnote 1+ verhinderten. Leider scheiterte Hagen manchmal an seinem eigenen Hunger und schaffte es im Laufe dieser zwei Wochen nicht, erschwingliche Kirschen ausfindig zu machen. Desweiteren hatte er auch nach einer Nacht in Las Vegas noch alle Zähne, was auf große Enttäuschung im Lager stieß.
Da ich mich leider ein wenig schwer tue meine eigene Wenigkeit und Leistung einzuschätzen überlasse ich das lieber Anderen. Einschätzungen können bei den zwei anderen Superhelden erfragt werden. Berichten zufolge soll die Note aber zwischen einer 1+ und einer 1+ schwanken.

Alles in Allem kann ich guten Gewissens behaupten, dass diese zwei Wochen mehr als nur beeindruckend und toll waren und auf der schönsten Wochen aller Zeiten ganz weit oben stehen.
Ich hätte mir keine bessere Reisegruppe wünschen können und hoffe, dass die Gebrüder Heinrich das ähnlich sehen. Sollten die gnadigen Senior in einigen Jahren körperlich und geistig noch so auf der Höhe sein (Mit 50 ist man ja immerhin in zehn Jahren 60..) dass sie für weitere Reisen offen sind, wäre der Junior weiteren Abenteuern nicht abgeneigt..

Desweiteren hoffe ich dass Ihr in diesen Einträgen einen guten Einblick in die Wundertaten der drei H's erhalten konntet und bei der nächsten Reise wieder dabei seid. Bis dahin!

Sonntag, 3. Juli 2016

Vegaaaaaas!

Die letzte Station dieser außergewöhnlichen Reise sollte uns in die weltbekannte Spielmetrople Las Vegas führen. Nachdem alle längeren Streckenabschnitte schon vorher bewältigt wurden benötigten wir nur ca. 2 Stunden um vom Zion National Park nach Las Vegas zu kommen. Trotz zu früher Anreise hatte der Angestellte glücklicherweise schon ein Zimmer für uns parat und so schafften wir es genau rechtzeitig zum Anstoß des Spiels (Man sieht,wenn es wirklich wichtig ist, können wir auch pünktlich sein!). Die sowieso schon warmen Temperaturen waren am kochen. Man meisterte die 120 Minuten ohne Nervenzusammenbruch und auch beim Elfmeterschießen blieben alle Hosen trocken. Nach dem Sieg sollte in euphorischer Stimmung die Stadt unsicher gemacht werden. Auch der Plan, beim Italiener eine Pizza zu essen war schon geschmiedet. Nachdem wir also den Strip ein Mal hoch und runter getigert sind und Hier und Da mal einen Blick in die Casinos geworfen hatten, wurde der Hunger nach italienischen Gerichten größer.. Zu unserem Unverständnis hatte Dieser aber schon geschlossen und so musste die Sieger Zigarre und das Sieger Pils leider vor geschlossenen Türen genossen werden. Nette Fotos wurden trotzdem geschossen. Die Laune war noch immer feucht- fröhlich und sollte mit einem mehrstelligen Millionenbetrag im Casino noch weiter erheitert werden. Wir hatten zwar vorher verzweifelt versucht die verschiedenen Spiele zu verstehen und mit komplizierten mathematischen Formeln die Erfolgschancen zu erhöhen, entschieden uns aber aus verschiedensten Gründen letztendlich für die Automaten. Der Hauptgewinn von 1,5 Millionen motivierte die fröhlichen Spieler weiter und mit Aussagen wie "Wir sind ja nicht zum Kindergeburtstag hier" wurde das schlechte gewissen über das ausgegebene Geld weggeredet. Irgendwann war jedoch auch unsere finanzielle Schmerzgrenze erreicht und so machten wir uns in der immer noch heißen Sommernacht auf den Weg nachhause. Trauer gab es nicht und dem ausgebliebenen Erfolg wurde auch der eine oder andere Vorteil zugeordnet. "Eigentlich können wir ja nur froh sein.. Was hätten wir wohl mit 1,5 Millionen hier für Scheiße angestellt" war z.B einer dieser Vorteile.

Da es ja doch ein bisschen länger ging als der Sandmann das eigentlich erlaubt gab es am letzten Morgen in den USA erhebliche Schwierigkeiten beim Verlassen des Betts. Man verschlief das Frühstück und konnte noch gerade so pünktlich auschecken. Da uns die bis dahin zurück gelegte Strecke mit unserem Superheldenmobil noch nicht reichte, beschlossen wir noch ein paar Runden zu drehen und Vegas noch ein wenig zu erkunden.Gegen 13 Uhr war es dann so weit.. Es war an der Zeit seine Sachen ein letztes Mal aus unserem treuern Automobil zu heben und sich in Richtung Flughafen zu begeben. Erwartet hatten wir einen Flughafen im Größenformat Frankfurt oder London.. was wir bekamen war ein eher Leipzig- ähnlicher Flughafen. Auch hier konnte man von der Eingangstür bis zum Gate schauen. Der Check- In Prozess war dementsprechend einfach und man hatte sogar noch Zeit für ein paar Runden Skat. Um 17 Uhr Ortszeit verabschiedeten sich die beiden Abenteurer und marschierten in ihren Flieger. Nach etwa 11 1/2 Stunden Flug werden die Helden morgen Mittag gegen 13 Uhr in Frankfurt landen. Medienberichten zufolge soll ein Staatsempfang geplant sein und auch Angela Merkel soll sich angemeldet haben. Die amerikanische Bevölkerung trauert und die Fahnen wehen auf Halbmast. Für's erste haben die zwei unbesiegbaren Heinrichs genug Wundertaten auf amerikanischem Boden vollbracht. Dieser Kontinent muss sich nun wieder mit Donald Trump zufrieden geben und hoffen..

Ein umfassender Abschlussbericht folgt in kürze. Dieser wird ausführliche Analysen zu den einzelnen Reisegruppenmitgliedern enthalten und auch eine Bewertung zum an den Tag gelegten Verhalten. Bis dahin!

 LasVegas bei Dämmerung

 Springbrunnen am Bellagio
 Geschlossener Italiener..warum wohl?

Zocken in Vegas

Samstag, 2. Juli 2016

Roadtrip nach Vegas!

In diesen Sekunden bewegen wir uns gerade auf dem Highway 15 nach Las Vegas. Die Dollarzeichen in den Augen haben die gewöhnliche Pupille schon vor etwa 20 Minuten abgelöst. Nach dem Viertelfinalspiel, was natürlich geschaut werden soll, soll es dann an die Arbeit gehen und die Villa am Pazifik erspielt werden!

Prost und viel Spaß!

Freitag, 1. Juli 2016

Zion Canyon

Es geht dem Ende zu.. Nicht nur bei einigen Mitgliedern der Reisegruppe, sondern auch diese Reise an sich..

Auf dem vorletzen Stopp unseres Urlaubs fuhren wir vom Bryce Canyon 1,5 Stunden in Richtung Süd- Westen um noch ein bisschen den Zion Canyon National Park unsicher zu machen.
Intelligenzbestien wie wir Alle sind, wurde im Laufe der Fahrt und bei Ankunft ein Plan ausgearbeitet, der in der Welt der Pläne wahrscheinlich noch einige Jahrtausende seines Gleichen suchen sollte. Im Nachhinein betrachtet stand der Plan jedoch eher auf einer Ebene mit dem Berliner Flughafen und Stuttgart 21. Der Regen wurde nicht mit einberechnet. Der Plan, den Angels Landing zu wandern, fiel ins Wasser (Ich glaube ich werde Poet). Ein neuer Plan musste her.. Neben Einkaufen und Einchecken, was uns mehr Probleme bereitete als erwartet, gönnten wir uns einen netten Ausflug im Auto auf eine Hochebende des Parks.. Bei Blitz und Donner war nicht viel mehr zu machen als dummes Zeug zu erzählen und ein bisschen die Gegend zu erkunden. Zurück zum Einchecken.. Auch wenn es mir schwer fällt, eigene Fehler zuzugeben, muss ich meine sonst perfekte Organisation das erste Mal kritisieren. Bei der Buchung unseres Hotels muss mir ein Kreuz zu viel oder ein Kreuz zu wenig rausgerutscht sein und so fanden wir uns in einem Raucherzimmer wieder, welches seinem Namen alle Ehre machte. Es benötigte einige Arbeit um den Hotelier davon zu überzeugen, dass es keine gute Idee wäre sich mit uns anzulegen und so bezogen wir letztendlich doch noch ein Nicht-raucherzimmer. Ein Ersatzplan war aber auch schon ausgedacht. Kurz vor dem Auschecken sollten noch ein paar ordentliche Zigarren geraucht werden. Wäre auch ein netter Plan gewesen, so ist es letztendlich aber doch besser. Heute sollten dann die verpassten Wanderungen nachgeholt werden und neben Angels Landing auch noch die Narrows erkundet werden. Bei viel zu warmen Temperaturen ging es viel zu weit Hoch und so schniefte der gemeine Tourist doch schon ganz schön als er oben ankam. Wert war es die Schufterei dann doch trotzdem und es gab wieder einige Selfies und Bilder um den Touristenstatus zwischen all den Chinesen und Japanern aufrecht zu erhalten. Nach weniger warmen Abstieg bei Regen und Hoffnungen, dass man dann Morgen früh nicht mehr duschen ´müsste, machten wir uns auf den weg zu den Narrows.. Im nördlichen Teil des Nationalparks, wo der Fluss zwischen den Felswänden entlang läuft ging es dann durch Wasser und über Stein und Sand immer Tiefer in das Maul des dunklen Schluchtensystems. Helden die wir ja aber sind, meisterten wir auch diese Aufgabe und machten uns  Nass und geschafft auf den Heimweg. Zum Abendbrot gab es wieder mal Bräuler. Dieses Mal durfte aber auch noch ein zweites Flattertier mit uns nach hause kommen und es gab danach nicht noch ein 16 Unzen Steak. Satt sind wir trotzdem geworden und so geht es nun mit kullerrundem Bauch und 1/2 Mollen in der Omme in Richtung Traumland.

Morgen geht es dann in Richtung Las Vegas, wo der Urlaub refinanziert werden soll und der Film Hangover bis ins Detail nachgestellt wird.

Prost!
PS. Wenn jemand einen guten Zahnarzt kennt, sagt Bescheid. Wir werden ihn brauchen.
 Angels Landing und ein Angel
 Ein Eichhörnchen für Clara
 The Narrows
 The Narrows
 Angels Landing

Fotos von Bryce, Grand Canyon und Joshua Tree National Park


Hier kommen noch ein paar Schnappschüsse der vergangenen Tage. Der Bericht zu den letzten 2 Tagen im Zion National Park kommt Morgen!

 Joshua Tree National Park
 Grand Canyon
 Personenkult
 Auf der Historischen Route 66
 Bryce Canyon
 Grand Canyon
 3 hübsche Tyen
 zwei weniger hübsche Typen.. so schnell können sich die Dinge ändern
 Der Akademiker erforscht die Natur
 Bryce Canyon
 Horseshoe Bend


Wanderung im Grand Canyon

Mittwoch, 29. Juni 2016

Die Leiden des jungen Hegen

"Wie konnte ich mich nur so gehen lassen?"- Eine Frage, die sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens stellen.. Manche mehrmals, manche nur ein Mal.. Und bei manchen kommt die Einsicht nie. Bei einem Mitglied unserer duften Truppe war es heute so weit mit der Erleuchtung. Aus Sicherheitsgründen wurde der Name des Erleuchteten in der folgenden Geschichte jedoch verändert. Zunächst die Lage Zeitpunkt der Einsicht: Nach humanen 4 Meilen Wanderung durch die Schluchten des Bryce Canyon kam auf den letzten Metern die Einsicht. Hegen Heinrich schniefte und sprach die magischen Worte aus.. "Wie konnte ich mich nur so gehen lassen?" Später analysierte er selbstkritisch: "Ich glaube ich habe eine Essstörung.. Normalerweise bleibt es bei zwei Tellern.. Aber wenn ich vor dem Buffett stehe, drehe ich einfach frei."

Wenige Stunden vorher war noch alles schön? Wie konnte das passieren? Es geschah wie folgt: Nach 6 Toast mit Marmelade zum Frühstück und der Erkenntnis, dass Utah in einer anderen Zeitzone liegt und wir deshalb viel zu spät los kamen, ging es gegen 11.30 in den Bryce Canyon. Nach diversen Aussichtspunkten und unzähligen Selfies, welche vom späteren Opfer Hegen Heinrich oft als "Personenkult" betitelt werden, wurde die Stimmung an einem sonst perfekten Tag rauer. Unruhe machte sich am sonst so ruhigen und majestätischen Canyon breit. Die Raubtierfütterung war längst überfällig. Im nahegelegenen Ort wurde man in einem Restaurant mit Lunch Buffett fündig und kostete die $14.95 pro Person natürlich ohne Rücksicht auf Verluste aus. Die Augen waren dabei natürlich mal wieder größer als der Magen und so sah das Resultat dann auch aus. Schon vor Ort wurde von Hegen Heinrich eine kritische Analyse abgegeben: "Zwei Teller hätten vielleicht auch gereicht.". Die Motivation für die anschließende Wanderung hielt sich mehr als nur in Grenzen und Pläne wie Mittagsschlaf und "Ich bleibe einfach im Auto" wurden in die Runde geworfen. Vergebens.. Die Leidensgeschichte des jungen Hegen's stieß auf keinerlei Mitleid und so ging es letztendlich doch auf Tour. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Mittlerweile befindet sich der Arme in stabilem Zustand und er wird wohl durchkommen. 
Bilder folgen! 

Bleibt vom Buffett fern und passt auf euch auf! 

Die Zeit rennt

Überschattet von der Nachricht, dass wir im Viertelfinale gegen die Spagettif....... ran müssen durchstreiften wir in den letzten 24 den Grand Canyon.

 Nach dem Zwischenstopp in Palm Springs am Montag bei 40 Grad dachten wir eigentlich, dass es nicht mehr wärmer geht. So schnell kann man sich irren. Nach dem Ritt durch den Joshua Tree National Park bei 43 Grad erreichten wir in der Moab Wüste bei 48 Grad den Hitzemäßigen Rekord. Schwitzen war aber Fehlanzeige. Zu warm und trocken schmiegte sich die Luft an unsere überdurchschnittlich gut gebauten Körper. Jede Kurve auf der Straße wurde euphorisch gefeiert und Bäume beinahe vor Glück umarmt. Nach wesentlich entspannteren 5 Stunden Fahrt als am Vorabend und Abstecher auf die Route 66 trafen wir uns in Williams, Arizona mit unserem langjährigen Freund Gary und seiner Frau. 1/2 hopfenlastige Erfrischungsgetränke später machten wir uns auf den Weg ins Hotel und in die Gefilde des Grand Canyon.
Nach einigen Stunden Schönheitsschlaf ging es los zum South Rim des Grand Canyon und zu verschiedensten Aussichtspunkten. Für den weiteren Tag stand das Abendessen im Steakhouse und der Sonnenuntergang am Grand Canyon auf dem Programm. Wer sich nicht jetzt schon denken kann, dass es nicht bei diesen beiden Punkten blieb, kennt die Heinrichs (ich bin unschuldig!) nicht. Um sicher zu stellen, dass man beim Abendbrot nicht verhungert, gönnte man sich vorher als kleinen Snack einen ganzen Bräuler im Supermarkt.. Als kleine Vorspeise um den Heißhunger vorerst zu bekämpfen. Das Steak schmeckte dann trotzdem noch und der ganze Plan wurde danach als "brillant" betitelt. So konnte man in aller Ruhe und Tiefenentspannt den Sonnenuntergang genießen.

Der vorher ausgeklügelte Plan, im Hotel noch ein bisschen Karten zu spielen wurde dann doch durch Schlafen ersetzt. Die warmen Temperaturen und die frische Luft setzen den Superhelden immer mehr zu.. Wo am ersten Tag noch um 6 die ersten paar Glotzer aufgerissen wurden, muss jetzt immer öfter der Wecker ran. Mister "Ich brauche nicht viel Schlaf" scheint gebrochen und freut sich jetzt auch immer mehr auf sein Bett. 
Für Heute war noch eine Wanderung in den Grand Canyon geplant bevor wir uns auf die weitere Reise in Richtung Bryce Canyon National Park machen. 
Bei deutlich angenehmeren Temperaturen machten wir uns als auf in Richtung Erdinneres. Solide 10 km und 600 Höhenmeter ging es bergab. Gelegentliche Regenschauer machten die ganze Wanderung um einiges entspannter und verhinderte Schweißbildung fast komplett. Sehr zur Freude aller anderen Menschen im Umkreis von 10 Kilometern. 
Zur Belohnung gab es den mittlerweile obligatorischen Besuch im Supermarkt und Brot, Fleisch und Chips, die dann  in allerfeinster Manier im Auto vernascht wurden. Gesättigt machten wir uns dann auf die 5 stündige Reise nach Cannonville am Bryce Canyon. In den wüstenartigen Landschaften gab es dann auch die erste Begegnung mit Frau Klapperschlange. Sie hat sich gütigerweise aber lautstark angekündigt und so konnten wir uns rechtzeitig in unser Auto flüchten. Die Salamitiere sind uns sowieso viel lieber. 

Zwischen skurrilen Felsformationen und Wüste machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Horseshoe Bend, welcher relativ am Anfang des Grand Canyon zu finden war. Weiter gab es nicht viel Spektakuläres. Sinnvolle Gespräche kommen selten zustande. Meist wird darüber spekuliert wie schwierig es doch wäre eine Dame mit nachhause zu bringen wenn man 250 Kilometer vom nächsten Ort entfernt wohnt. Oft kreisen die Gespräche aber auch um das alles bestimmende Thema: Essen.

Um die Gemüter zu beruhigen. Die beiden Kleinen benehmen sich solide bis gut und sorgen bis jetzt für keine größeren Eklats.

Prost!

Sonntag, 26. Juni 2016

Baum

Nun zum letzten Teil der Trilogie von Nachträgen um euch auf den neusten Stand zu bringen. 

Ein unvertrautes Geräusch machte sich heute morgen in unserem Hotelzimmer breit.. Als angehender Student und Abiturient hört man dieses Geräusch doch eher selten und auch in den letzten Tagen Urlaub ward es nicht vernommen.. Ein Wecker. Zuvor nie zum Einsatz gekommen weil immer irgendein Wahnsinniger früher wach war, klingelte der Gute heute morgen wie wild vor sich her. Von Bewegung weit und breit keine Spur.. Anscheinend hat das ganze Sägen doch ganz schön viel Kraft gekostet. Trotz alledem folgten die Kuschelbären dem Weckruf und schmissen sich in Schale für den nächsten Trip. Der Sequoia National Park war das ausgegebene Ziel, gefolgt von der Fahrt nach Palm Springs im Süden Kaliforniens auf der wir uns zum jetzigen Zeitpunkt noch befinden. Nach kurvenreicher Fahrt in höher gelegene Gefilde, gespickt mit geilen Aussichten und Bärensichtung, fanden wir den Giants Forest (Mammutbäume) an einem Ort, wo ihn eigentlich keiner Erwartet hätte. In 2000 Meter Höhe fand man erste Bäumchen, die den gemeinen deutschen Baum im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten stellen würde. Diese Bäume waren tatsächlich gigantisch und sind in ihrer Größe nur schwer in Bilder und Worte zu fassen, selbst für einen Heinrich.. 

Nach zwischenzeitlichen Orientierungsschwierigkeiten und einem wieder mal verschobenen Zeitplan machten wir uns gegen 15.30 auf in Richtung Palm Springs. Beim zwischenzeitlichen Einkauf erlebten Bruder alt und Bruder jung dann wahrscheinlich ihren ganz persönlichen Höhepunkt dieser Reise. Die Wurst und Fleischtheke wurde bewundert wie der Geschenksack an Weihnachten, überreicht von einer jungen Weihnachtsfrau in Bikini. Die Amerikaner wissen halt wie sie Männerherzen zum höher schlagen bringen können. 
Wie schon erwähnt sind wir gerade noch immer auf den Highways Kaliforniens unterwegs. Nachdem wir nun aber das Chaos von Los Angeles überwunden haben sind wir guter Dinge heute noch anzukommen. 
Liebe Grüße und einen angenehmen Start in den Sonntag!
 Baum
 auf dem weg in den Sequoia NP
 Baum
 Sequoia NP
 Baum hinter zwei Maschinen
Sequoia NP

Yosemite und Sequoia National Parks

Da der letzte Eintrag auf Grund von extremer Müdigkeit vorzeitig abgebrochen werden musste kommt nun hier der Nachtrag und Bericht für die letzten 3 Tage. Soviel vorne weg: Ich hätte letzte Nacht auch noch 5 Blogeinträge schreiben können.. Wie sich das für einen Mitarbeiter des Grünflächenamtes so gehört, hat Papa gestern Abend die Kreissäge angeschmissen und aufs allerfeinste die ganze Nacht durchgesägt. Selbst Kopfhörer und Musik konnten den Geräuschpegel nicht übertönen. Wie viele Bäume er an diesem Abend abgesägt hat kann nur schätzungsweise in Zahlen gefasst werden. Man munkelt aber, dass auch einige der gigantischen Mammutbäume des Sequoia National Parks dem Attentat auf Mensch und Natur zum Opfer fielen. So viel vorneweg, jetzt wieder chronologisch: Nachdem wir noch zu später Stunde in unserem Hotel in El Portal Nähe des Yosemite Valleys ankamen und müde ins Bett krochen, wurde die Nacht erschreckend früh wieder beendet.. Nach mehr als üppigem Frühstück und der täglichen Portion Körperpflege machten wir uns auf in den weltberühmten Yosemite National Park. Nach kurzem Trip durch das Tal und einigen Stops   für das in unserer Reisegruppe mittlerweile gern genutzte Selfie machten wir uns auf die Yosemite Falls, einen zweistufigen Wasserfall, zu erkunden. Erst von unten, auf dem von Hagen als "Rentnerwanderpfad" beschrieben Pfad, dann von oben.. Auf 15 km und knapp 1000 Höhenmeter wäre wohl der eine oder andere auf der Strecke geblieben. Doch nicht ein richtig per Heinrich.. Furchtlos und der Hitze trotzend bezwangen wir den sich an Steilwänden entlangschlängelnden Pfand und konnten einen atemberaubenden Blick auf das Tal genießen.. Nach nicht weniger anstrengendem Abstieg sorgte am Abend die Kombination aus Bier und müden Knochen für den Rest. Die Löwen waren vorerst gezähmt und waren sich am nächsten Tag auch einig, dass es praktisch ist mehr im Auto zu sitzen. Denn neben einer Tour in den nördlicheren Teil des Nationalparks, fernab von Tourismus und auf den Spuren der Bären stand auch der nächste Standortwechsel an. Bruno der Bär, welcher eigentlich zum Bizepsvergleich mit Hagen gebeten werden sollte, blieb jedoch in seinem Versteck. Experten sind sich dennoch einig: Der Bär hätte keine Chance gehabt.. So mussten wir uns mit einigen 3000 Meter Bergen und einem abgelegenen Bergsee zufrieden geben. Badeeinlage inklusive. Danach ging es wieder vom Gebirge in die Pampa. Gerade Straßen so weit das Auge reicht und Obstplantagen die selbst den Experten zum Staunen
bringen. Eine Premiere auf dieser Reise gab es an diesem Abend auch noch zu bewundern. Der in der Planung angestrebte Zeitplan wurde perfekt Eingehalten.. Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung.

Dieser Gedanke und Hoffnung konnte jedoch noch am selben Abend begraben werden. Die zu Beginn meines Berichts beschriebene Nacht und die damit verbundenen Gräueltaten ließen mich nicht nur an meiner Entscheidung zweifeln, mit Freund Blase in den Urlaub zu fahren, sondern führten auch dazu, dass ich meine komplette Weltanschauung und meine Idee von Leben überdenken musste. Irgendwann konnten die anderen Zwei sich dann in den Schlaf weinen so wurde auch diese Hürde überwunden. 

Um zu verhindern dass zu viel dummes Gelaber in einem Beitrag den Einen oder Anderen abschreckt und vom lesen abhält machen wir jetzt mal Feierabend und sagen Prost!

Prost!

Pazifik

War es wirklich die Welle?

17 Miles Drive

Highway 1

Pampa zwischen Pazifik und Yosemite National Park

Yosemite National Park








Freitag, 24. Juni 2016

San Francisco, Highway 1 und Yosemite National Park

"Da lernt man diese ganzen scheiß Vokabeln schon und am Ende ist sowieso wieder alles anders." Dieses Zitat des wohl bedeutsamsten Denkers des 21. Jahrhundert ist nur eine von vielen Erkenntnissen der vergangenen drei Tage. Um diese 72 Stunden Übermenschlichkeit in Worte zu fassen ist es unumgänglich mit einer gewissen Chronologie vorzugehen.

 Am 21.06.2016 öffnete der kleine Robert voller Vorfreude und aufgeregt von kleiner Zehe bis Haarspitze um 5/6 auf (genaue Zeitangaben sind nicht möglich, da normale Menschen noch am Schlafen waren) 6.17 Ortszeit war dann auch für alle anderen Mitglieder der Reisegruppe die Nacht Nacht knackigen 5 Stunden zu Ende. Geduld war noch nie eine der vielen Stärken des kleinen Roberts.. An diesem Tag war es aber verständlich und auch eine akzeptable Maßnahme. Beim Blick aus dem Fenster wurde die schon beschriebene organisatorische Meisterleistung deutlich. 50 m Luftlinie bis zur Bucht, Blick auf Alcatraz und Golden Gate Bridge und ein uriges Jugendherbergs Feeling rundeten den ersten morgen auf amerikanischen Boden ab. Sehenswürdigkeiten wurden zu Genüge erkundet und die Stadt zu Fuß und bei Superheldenmobil erkundet. Bei der Inspektion der mehr oder weniger bekannten Golden Gate Bridge wurde die Aussicht und die Konstruktion mehr als nur ein mal mit den passenden Worten "Geil" beschrieben. Der bis dahin so perfekt verlaufende Tag würde aber sehr bald getrübt werden.. Der kleine Robert entwich seinen Erziehungsberechtigten an den Klippen nördlich der Bay und begann einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg zu erkunden. Wo er auf der einen Seite fröhlich und gesund in die Öffnung kletterte, kam er auf der anderen Seite mit klaffenden Wunden an Arm und Kopf wieder heraus. Gedanken über einen Reiseabbruch machten sich breit, eine waschechte Krise lag in der Luft. Nur mit viel Geschick konnte man die Situation beruhigen und entschied sich letztendlich die Reise fortzuführen. Neben Abenteuerlust, einem unbezwingbaren Willen und extrem überdurchschnittlichem Aussehen gehört auch die Pünktlichkeit zu den vielen positiven Attributen eines Heinrichs. Das Resultat ist daher wenig überraschend: Anstatt wie geplant um 18 in Richtung Monterey (Pazifikküste) aufzubrechen, machten wir uns um 21 Uhr auf den Weg. Vom so oft empfohlenen Highway 1 sahen wir daher relativ wenig. Dies holten wir dafür am nächsten Tag nach und rangen uns sogar zu einem Bad im doch sehr kalten Pazifik durch. Dabei wurde Kritik über die Badehosenpflicht angemeldet und in manch einem Kopf sehnte man sich nach der guten alten Ostsee. Begutachtet von in Jacken eingehüllten Touristen prallte die Kälte zwar weitestgehend an den stählernen Körpern ab, jedoch war die Badehose im Nachhinein doch ganz nützlich um etwaigen Blamagen geschickt aus dem Weg zu gehen. Danach ging es weiter in den Yosemite National Park. Die sich schnell ändernde Landschaft wurde ausgiebig begutachtet und alles war in Butter.. Doch dann kam das Elend: Der Speicher für neue Eindrücke war überfüllt und so beschäftigte sich das Gehirn mit den ganz normalen und lebenswichtigen Dingen.. Dem Hunger.. Der Wunsch nach einem typischen amerikanischen Steak machte sich breit und mit andauernder Fahr- und Suchzeit wuchs der Frust und die Anspannung.. Es wurde hektisch. Die zweite Krise stand kurz bevor. Um nicht noch im Auto am lebensbedrohlichem Nahrungsmangel zu verenden, entschied man sich widerwillig für All you Can eat beim lokalen Chinesen. Der Frust über das verpasste Steak war nach Teller 43 schon Geschichte und so erreichte man gegen Mitternacht das abgelegene Hotel am Fuße des Yosemite National Parks..

Wegen brutaler Müdigkeit wird der Bericht an dieser Stelle abgebrochen und Morgen weiter geführt! Bitte habt Verständnis :)

Liebe Grüße! 


Golden Gate Bridge



San Francisco Bay

Lombard Street
nördlich von San Francisco


Dienstag, 21. Juni 2016

Zu muskulös für Flugzeugsitze

Nachdem unsere Chauffeurin uns um 0 Uhr 15 nach Leipzig schaffte und wir nach 5 Stunden Busfahrt inklusive Bier und ein wenig Schlaf am Flughafen in Frankfurt ankamen nahm das Übel seinen Lauf. Erste Anzeichen der Nervosität ließen sich bei den zwei älteren Mitgliedern der Reisegruppe feststellen und spiegelte sich in gefühlt 62825382528 Toilettenbesuchen wieder. Aber auch den Meister und Dratzieher der 3 Musketiere ließ die ganze Situation nicht ganz kalt. Ab dort an begann das, was später als Organisatorische Meisterleistung des Ludwig H. in die Geschichtsbücher eingehen würde. Mit Geschick und einem abgeklärten Charakter ausgestattet führte dieser besagte Ludwig H. seine unwissenden Mitreisenden durch den tosenden Alltag eines Superhelden. Zur Beruhigung gab es Frühstück und einige Runden Skat bevor wir uns um 11.40 aufmachten gen Westen. Während des eher unspektakulären Fluges wurden gelegentlich Landmassen und andere Interessanten Gegebenheiten von Adlerauge Robert entdeckt. Nach 9 3/4 h im Flugzeug und einigen weiteren alkoholischen Getränken landeten wir gegen 22 Uhr nach europäischer Zeit (13 Uhr Ortszeit) in Seattle, USA. Dort geplante Superheldentaten Der furchtlosen 3 wurden leider von US Behörden ausgebremst und man zwang uns dazu für einige Zeit "ganz normal" zu sein. 2,5 Stunden später wurde uns tatsächlich Einlass in die USA gewährt und wir waren bereit für den Weiterflug. Um Dehydration vorzubeugen gab es dann wieder einige isotonische Hopfenwasser und die erste Speise auf amerikanischen Boden. Von 18.50 bis 20.50 flogen wir dann von Seattle nach San Francisco and nahmen dort unser restliches Gepäck wieder in Empfang und machten uns auf um unser Superheldenmobil abzuholen. Nach unerwartet einfachem Vertragsabschluss und professioneller Abwicklung des Mitarbeiters (obwohl er wusste, dass keine normalen Reisenden vor ihm standen) nahmen wir unseren Fahrbaren Untersatz in Empfang und machten uns auf um die große weite Welt zu erkunden. Nach kurzer Orintierungsphase und Gewöhnung an das Auto ging es los ins Hotel. Gegen Mitternacht ankommend und ersten Sichtungen der Golden Gate Bridge folgend, schlossen die drei unermüdsamen Wilden widerwillig ihre Augen um der Stadt und der Welt eine Pause zu geben. Nach 40 Stunden auf den Beinen empfanden wir es als angemessen. Die vorhin angesprochene organisatorische Meisterleistung des Ludwig H., die bis dahin schon pausenlos zur Geltung kam , sollte erst am nächsten Morgen ihren vorläufigen Höhepunkt finden.. Fortsetzung folgt.

Liebe Grüße an alle und Prost!

Flughafen Frankfurt