Dienstag, 1. Oktober 2019

Capitol Reef, Las Vegas und Los Angeles

Ja, es ist einiges passiert in den letzten Tagen. Dies ist auch der Grund für die verlängerte Schreibpause. Auch der Reiseleiter will ab und zu ja Mal genießen. 
Ein was vorne weg: Die alten Herren können noch! Und wie. Ein Highlight jagte das Nächste, wir haben an zwei aufeinanderfolgenden Abenden die magische, in diesem Urlaub schier unüberwindbare „Zwei-Bier Schallmauer“ durchbrochen und es richtig krachen lassen. 

Nun aber von Anfang an. Am späten Freitag Nachmittag erreichten wir Capitol Reef Nationalpark. Auf dem Weg dorthin konnten wieder einige „geplatzte amerikanische Träume“ begutachtet werden und einige Stops zum „Nur Mal kurz gucken“ wurden auch eingelegt. Nach einigen Aussichtspunkten und kurzen Fußmärschen wurde das Capitol Reef Intermezzo bei Sonnenuntergang beendet und die Wanderschuhe gegen kühle hopfenhaltige Erfrischungsgetränke eingetauscht. Im lokalen Saloon gab es dann auch noch feste Nahrung und der Abend wurde entspannt und laut schnarchend beendet. 

Am Samstag stand eine weitere längere Tour auf dem Plan. Capitol Reef bis Las Vegas. Fünf Stunden.. fünf lange Stunden in denen die deutschen Tugenden durchschienen.. Vorsorge war das Wort des Tages. „Was machen wir mit dem ganzen Schotter und wie bekommen wir das Zeug aus dem Land“. Noch bevor wir überhaupt einen Fuß in die Stadt der Sünde gesetzt hatten war also schon klar, wie wir die Millionen um den Zoll und die deutschen Behörden schleusen würden. Da in der Selbstevaluation eines jeden Heinrichs jedoch Dinge wie „Zurückhaltend“, „Auf dem Boden geblieben“ und „Mit wenig zufrieden“ zu finden sind, ließen wir die Spieltische erstmal links liegen und konzentrierten uns primär auf das Sightseeing. Der Hoover Damm wurde begutachtet und führte zu staunenden Gesichtern. Die Ingenieurleistungen der vorherigen Generationen wurde gelobt und auch die eigenen Baukünste wurden mit den Worten „Ja, das hätte ich auch so gemacht“ wieder gefunden. Irgendwann war es allerdings zu viel.. Die Finger zuckten, die Leber juckte, die Augen hatten genug von rotem Gestein und Wüstenstaub. Spieltische sollten her. Der sich im Gehirn herumtreibende Sparfuchs sollte mit flüssigen Medikamenten betäubt werden.. Wie will man denn auch sonst tausende Euros verzocken, ohne dass sich dieses hinterlistige Gehirn irgendwann einschaltet und dummen Ideen einen Riegel vorschiebt. 
Zwischen Pizza und einigen Mollen wurde versucht diverse Spiele zu verstehen nur um am Ende feststellen zu müssen, dass Roulette doch das Einfachste ist. Bis 4.30 Morgens ging das Ganze. Man konnte garnicht genug bekommen.. Gott sei Dank hielten unsere sich unsere Barreserven in Grenzen und die Spielerei wurde auf das Minimum reduziert. Von den „Tausenden“, die wir „durch den Schornstein jagen wollten“ blieb das Meiste in den Taschen. Prioritäten und so. Den Sparfuchs kann man anscheinend doch nicht ganz so einfach ausstellen..

Übertreiben konnten wir ja sowieso nicht, denn am Sonntag stand der letzte größere Trip dieses Urlaubs an. Es ging von Vegas nach Los Angeles. In circa 6 Stunden Fahrt (inklusive der einen oder anderen Pause) ging es an den Ozean. Wurde auch Zeit, denn von Staub und Canyons hatten wir die Nase langsam aber sicher voll. Alle waren jedoch gewillt auch noch den letzten Tag des Urlaubs so interessant und Highlightreich wie möglich zu gestalten. Mit Sätzen wie „Ich ruhe mich dann auf Arbeit wieder aus“ wurde die Gruppe nach vorne gepeitscht. Tagesziel war ein Bad im Pazifik und der Besuch einer lokalen Brauerei. Ja, mehr braucht es nicht um einen Heinrich glücklich zu machen. Wir sind halt doch relativ einfache Wesen. Der gestrige Abreisetag wurde dann mit einem weiteren Trip an den Strand und in Richtung Highway 1 gefüllt. Zukünftige Häuser in Malibu wurden begutachtet und natürlich auch die müden Knochen nochmal in die Wellen gehalten. Was gibt es nämlich schöneres als 24 Stunden in einer Salzkruste zu sitzen. Aber egal.. was die Kleinen eben glücklich macht. 



Mittlerweile befinden sich alle Parteien nach 11 Stunden Flug wieder auf deutschem Boden und schlagen sich in Richtung Leipzig durch. Robert und Hagen von Frankfurt aus und meine Wenigkeit versucht es von München. Ob ich an der Wiesn vorbei komme ohne stecken zu bleiben ist noch fraglich, man kann nur hoffen..aber der Widerstand ist schwach..


1 Kommentar:

  1. Obwohl ich es ja schon geahnt hatte, bin ich enttäuscht....
    Da rafft man die letzten Kröten zusammen, um dem Senior diese Reise zu ermöglichen....natürlich mit dem Ziel, als reicher Mann aus Las Vegas zurückzukehren....
    Und nun? NIX.... GAR NIX
    Einen Stein aus dem Yellowstone hat der R. mitgebracht! Toll....wirklich toll!
    Ich glaube, Ludwig sollte mal darüber nachdenken, die nächste Reisegruppe von der Umsetzung her umzuformatieren. Vielleicht A+S+S?
    (nur mal als kleiner Tipp ;) da klappts dann auch in Las Vegas ;) )

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