Montag, 23. September 2019

Arches, Candylands und Fahrt zum Yellowstone Nationalpark

Was bisher geschah: Nach reibungsloser Überfahrt von Cortez, Colorado nach Moab, Utah ging es für uns am Samstag in Richtung Arches Nationalpark. Über 2500 natürliche Steinbögen in einer roten Fels- und Wüstenlandschaft. Geil. Endlich wieder Schweiß, Staub und Sonnenbrand. Geil deswegen, weil es alle Reisegruppenmitglieder zu erhöhter Körperpflege forciert. Das soll zwar keineswegs heißen, dass wir uns nicht regelmäßig waschen, aber die Vermutung liegt nahe, dass es ohne Wüstenstaub und Schweiß deutlich weniger Motivation gäbe. Zurück zum Thema: Es wurde relativ schnell deutlich, dass natürliche Steinbögen doch eher ein inferiores Gut darstellt und der Sättigungsbogen relativ kurz gespannt ist. Einige Bögen sind natürlich sehr imposant, groß und stehen wie eine Eins und entlockten dem reisenden H Statements wie „Geiles Teil“ oder „Was ein Brocken“. Andere hingegen wurden nur mit „Oh, der ist aber schmal“ und „Na der Letzte war aber größer“ kommentiert. Welche Leserin, oder auch welche Leser (Wir diskriminieren nicht) das nun aus anderen Lebenslagen bekannt vorkommt und jetzt gedanklich etwas vom Thema abschweift - Wir sprechen hier immernoch von Steinen. Auf der Haben-Seite der Bilanz standen somit am Samstag ca. 100 Steinbögen, einige Meilen Wanderung und mindestens eine Million Selfies. Mehr als genug also, um sich einige Bierchen verdient zu haben. Gesagt, Getan. In einem lokalen Saloon gab es Burger, Sandwiches und Salat?! Ja, wir waren auch schockiert. Eine Speisekarte voller Fleisch und Hagen Heinrich entschied sich für Salat und Suppe. Man munkelt, dass er frei nach der alten Bauenweißheit: „Drei Bier sind auch ein Schnitzel“ handelte und seine Proteine auf dem flüssigen Wege zu sich nahm. Zwar hat ihn das früher auch nie daran gehindert, flüssige und feste Schnitzel zu essen, aber wer weiß.. Weißheit kommt ja bekanntlich im Alter. 

Das Sonntagsprogramm drehte sich um den von Robert liebevoll getauften Candylands Nationalpark. Die Enttäuschung war groß, als Candyland weder Michael Jackson´s Neverland Farm noch Johnny Depp´s Schokoladenfabrik ähnelte. Der tatsächliche Name Canyonlands Nationalpark hätte da wohl mehr Aufschluss gegeben. Hin war der Tag allemal. Es wurde sogar gestreikt. Immerhin einige Sachen konnten wir uns dann doch noch anschauen, als die größte Enttäuschung und Wut verflogen war. Stops beim Mesa Arch und einigen Aussichtspunkten rundeten den Tag ab.


Heute, Montag, stand dann eher weniger Spektakuläres auf dem Plan. 1050 Kilometer, über 12 Stunden im Auto. Es ging von Moab, Utah nach Cody, Wyoming. Einige Baustellen bremsten uns dabei ein wenig aus und trieb die berühmte Heinrichfalte ins Gesicht des Reiseältesten. Von Handgreiflichkeiten konnten wir ihn allerdings noch gerade so abhalten. Gegen 20 Uhr erreichten wir unser Tagesziel Cody. Inklusive waren auf der Strecke einige Kulturschocks, viele verlassene Häuser und „Städte“ in denen man „nicht tot über den Zaun hängen will“, waren sich die Reisemitglieder einig. Selbst einen Schießereitatort gab es zu sehen.. Willkommen im wilden Westen. 


Kleine Reparaturarbeiten werden noch selber erledigt 
Canyonlands NP
 
Ein kleiner Nachtrag vom Badeausflug 
Arches NP 
Leben am Limit 
Leben am Limit II  
Schlafstreik I 

Schlafstreik II 
 





Samstag, 21. September 2019

Antelope Canyon, Monument Vallez, Mesa Verde

„49 und mir gefällt immernoch, was ich im Spiegel sehe“. Mit diesen Worten erwachte das Geburtstagskind an seinem Ehrentag. Und was für ein Geburtstag es werden sollte. Mesa Verde stand auf dem Plan. Eine Canyonlandschaft in Colorado mit mehreren alten Indianerstätten. Am minimalistischen Frühstücksbuffet wurde sich der Bauch vollgeschlagen, die Wanderschuhe ausgeklopft und die frischen Schlüppi übergezogen. (Nicht unbedingt in dieser spezifischen Reihenfolge). Nichts konnte uns stoppen..dachten wir. Wie wir aus der Geschichte jedoch wissen, schlagen sich die größten und stärksten Herrscher und Feldherren und die genialsten Köpfe am Ende immer selber.. so auch in diesem Falle. Man kann mit den richtigen Tipps und Tricks ein Jetlack gut überstehen, sich so gut wie möglich vorbereiten und planen ohne Ende. Die „innere Bieruhr“ kann man allerdings nicht austricksen. Nach deutscher Zeit war es Freitag Abend und dann noch dazu Geburtstag und so klagten alle Reisenden ab Mittag über chronischen Bierdurst. Mit Aussagen wie „Meine innere Bieruhr sagt mir, heute Abend stellen wir uns mal richtig Einen rein.“ schleppten wir uns förmlich durch den Tag. Am Abend war es dann endlich so weit. In einer lokalen Brauerei „stellten wir uns ein paar Mollen rein“ und feierten auf Kosten des Geburtstagskindes bei Ribs und Steak. Die geplante Trinkorgie gab es allerdings nicht. Nach einigen Bieren war Schluss und Punkt 11 waren auch alle Schäfchen fein säuberlich zugedeckt im Bettchen. Ach ja, und Mesa Verde Nationalpark war auch ganz nett. Sollte man auf jeden Fall gesehen haben, wenn man mal zufällig in der Gegend ist. 
Apropos Bier, um lyrisch Gekonnt auf den Vortag überzuleiten.. Am Donnerstag, den 19.09. gab es auch Bier. So, das sollte als Überleitung reichen. Neben Bier gab es allerdings auch noch andere Highlights. Vor unserer Tour durch den Antelope Canyon, ein unterirdischer Slot Canyon nahe Page, Arizona, gab es noch eine Badeeinheit im Lake Powell. Bei überraschend erfrischenden Wassertemperaturen durfte jeder nach belieben plantschen und sich für die kommende Canyontour abkühlen. Zwar war mein bisheriges Leben ein relativ guter Indikator und jeder weiß, dass der liebe Robert auch gerne mal seine eigenen Wege geht und sich von der Gruppe trennt, dass dies in einem teilweise 50 cm breiten Canyon problematisch werden würde hätte ich nicht für möglich gehalten. Man lernt nie aus.. Glücklicherweise (Ist es wirklich glücklicherweise?) konnten wir den Ausreißer zwischen gefühlt 200 Asiaten aber immer relativ schnell lokalisieren. Nach ca. 1.5 Stunden mit grandiosen Einblicken und Farbspielen in Mutter Natur machten wir uns auf in Richtung Cortez, Colorado. Nach einem kurzem Abstecher am Monument Valley und ca. 4 Stunden Fahrt erreichten wir am späteren Abend unser Tagesziel Cortez.. 


So, nun zum neuesten Stand. Wir sind gerade auf dem Weg nach Moab, Utah um uns den Arches und Canyonlands Nationalpark anzuschauen. Endlich wieder Wüste. Nach einem Tag im Grünen wird es aber langsam auch wieder Zeit. Absolut widerlich. Man musste sogar Pullover tragen.. 

PS: Die positiven Rückmeldungen schmeicheln mir sehr, ich habe allerdings noch nicht heraus gefunden wie ich als Autor auch kommentieren kann. Gutes Aussehen hat halt nicht so viel mit Können zu tun.










Mittwoch, 18. September 2019

Tag 2 und mir gehen schon die kreativen Überschriften aus..

Aufmerksame Leser und Fans haben sich diese Frage schon länger gestellt.. Wie lange geht es wohl gut? War es diese Nacht so weit? 

Liebe Freunde, es war so weit. Die Gebrüder Kettensäge haben wieder zugeschlagen und mir eine so gut wie schlaflose Nacht beschert. Bin ich wirklich eine so schlechte Person, dass ich das verdient habe? Selbst schuld bin ich ja irgendwie schon, Mitleid möchte ich allerdings trotzdem. 

Nachdem wir gestern gegen 0.30 Uhr in Page eingetrudelt sind und Oberförster Robert und Azubiförster Hagen gefühlt 0.32 den ersten Baumstamm durch hatten, begann der Tag heute verdächtig früh. 

Auf der Tagesordnung standen Einkauf und der nördliche Teil des Grand Canyon.
Frühstück im Hotel war leider Fehlanzeige und die elementare Wichtigkeit von fester Nahrung war jedem Reisegruppenmitglied bewusst. Walmart sollte Abhilfe schaffen. Wie es nun aber immer so ist, wenn man hungrig in ein Paradies für Fleischfresser rammelt, kommt man mit einem vollem Wagen raus. Außerdem ist es natürlich kein gelungener Ausflug, wenn man nicht jeden einzelnen Gang gesehen hat. Nein. Auch die mit Konservierungsstoffen vollgepumpten Tiefkühlgerichte, für die man in keiner auch nur ach so fernen Welt Verwendung finden würde, mussten begutachtet werden. Schön. Gut. Klasse. 
Nach ca. drei Stunden Fahrt und einigen sehr schnieken Aussichtspunkten erreichten wir den Grand Canyon. Böse Zungen zweifelten sogar an den Entscheidungen und prangerten den doch etwas längeren Fahrtweg an. Gott sei Dank leben wir hier aber nicht in einer Demokratie, sondern in einer liebevollen Diktatur, wo Menschen zu ihrem Glück gezwungen werden. Zurück zum Wesentlichen: Der North Rim hat seinen ganz eigenen Charme, liegt deutlich höher  und ist etwas windiger. Schicke Fotos konnte man trotzdem schießen - aber gut, wie Heidi Klumm immer sagt: „Du musst in jeder Situation gut aussehen können wenn du Germany’s next Topmodel werden möchtest.“ Das Wind und Wetter Shooting haben wir schonmal mit Bravour bestanden, als nächstes kommt dann das Nacktshooting. 

Neben einer Wanderung auf dem Hochplateau mit einigen atemberaubenden Ausblicken ging es auch noch in den Grand Canyon hinein, ganz bis zum Wasser haben wir es aber leider nicht geschafft.. Zeitprobleme. Wo wir wieder beim Einkaufen wären. Ein Teufelskreis. Pferderennen mit drei Eseln. 


Diktator
 


Windy
 

„Geh ja nicht zu nah an die Kante!!!“
Topmodelstatus 

„Make America great again“

Angetrieben von diesem spritzigen Wahlversprechen hat es nicht nur Donald Trump geschafft, seinen Platz im Weißen Haus einzunehmen und dieses Land wieder Schritt für Schritt in ein weltoffeneres und weniger rassistisches, besseres Amerika zu verwandeln (Wer braucht schon Obama)... Auch wir wurden heute Morgen von dieser Idee aus dem Bett getrieben. Wir wollen America wieder great machen! Allerdings ist das Wahlprogramm noch keinesfalls ausgefeilt und somit halten wir uns in den kommenden zwei Wochen mit politischen Parolen erstmal zurück. Mit überdurchschnittlich gutem Aussehen und unseren guten deutschen Tugenden planen wir Wähler zu überzeugen und kommen dann für die Präsidentenwahl in 2024 mit einem Programm wieder. Die Stimmen aller weiblichen Bürger sollten uns aber schon sicher sein - Beweise folgen spätestens mit den ersten Badebildern

Die gestern schon erwähnte Erfahrung und der Veteranenstatus machen sich schon in den ersten 24 Stunden auf amerikanischem Boden bemerkbar. Ankunft, Mietwagen abholen und Hotel beziehen läuft schon wie am Schnürchen. Es gab keinerlei Probleme bei der Einreise, wir fahren einen schicken silbernen Nissan SUV - und nein Mama, wir fahren nicht besoffen - und haben unsere erste Übernachtungsstätte nach ca. einer Stunde Fahrt in Pasadena, Kalifornien ohne Umwege erreicht. Soweit so gut.. 
Wie es nun aber so ist, funktioniert ein Heinrich unter größtem Druck doch am besten und sobald dieser nachlässt, schleichen sich doch Ungenauigkeiten und Fehler ein. So mussten sich einige Reisegruppenmitglieder dem technologischem Fortschritt beugen. Beugen ist in diesem Sinne aber noch nett ausgedrückt.. wenn wir ehrlich sind mussten sie schlichtweg kapitulieren. Wo der Eine daran scheiterte, sich überhaupt mit dem Internet zu verbinden war die Verbindung für den Anderen zu gut und resultierte in Telefongeräuschen im Schönheitsschlafzeitraum. Zwar werden keine Namen genannt, aber ich vertraue hier auf den gehobenen Intellekt der Leserschaft um den einzelnen Missgeschicken die richtigen Namen zuzuordnen. Jedoch sind wir alle nicht perfekt und von daher muss auch der dritte H der Reisegruppe gerügt werden. Geplant war eine Route durch die Berge der Sierra Nevada auf unserem Weg von Pasadena nach Page, Arizona. Anfänglich wurde dieser H auch mehrfach für die Routenführung durch die szenische Landschaft gelobt, dies war allerdings nur von begrenzter Dauer. Weder Google, noch Landkarte gab Aufschluss über den Fakt, dass der Pass durch die Berge seit 1987 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Ganz knapp verpasst also. Da der Ausblick trotz alledem phänomenal war, sollte sich die Rüge für HIII doch bitte stark in Grenzen halten!

Sonstige Ereignisse des bisherigen Tages: Der liebe Robert hat ein neues Telefon bekommen weil er sehr artig war, einkaufen waren wir auch (hauptsächlich Bier) und Moneten haben die beiden Halunken auch abgehoben. Stripclubs machen mit Kreditkarte halt einfach weniger Spaß.. 

In diesem Sinne,

Prost und bis später!



PS: Wir distanzieren uns von jeglichen, die nackte Haut verherrlichenden Etablissements. Der oben beschriebene Stripclub ist natürlich rein fiktiv und lediglich ein lyrisches Mittel. Auch sexistische Witze finden wir unter aller Sau. 

Nachtrag: 0.52 Uhr - Wir haben es nach guten 14 Stunden auf Tour auch endlich ins Hotel geschafft. Zähne putzen braucht keiner, ab ins Bett..

 1987.. Danke

Kann da ein(e) Wähler(in) widerstehen??

Montag, 16. September 2019

Wälkom Beck

Herzlich Willkommen zurück!

Nach dreijähriger Abstinenz meldet sich Reisegruppe H endlich wieder zurück und geht erneut auf Tour. Dabei kann jeder selbst entscheiden, ob das „H“ in Reisegruppe H nun für Heinrich, heiß oder doch hässlich steht.. Letzteres kann allerdings wegen statistischer Irrelevanz ausgeschlossen werden (Und das kann ich mit gutem Gewissen bestätigen - als waschechter Statistikexperte).

Zum Eingemachten : Just in diesem Moment befinden sich Robert und Hagen über den Wolken und fliegen von London nach Los Angeles. Sie schweben sozusagen auf Wolke 7. Eintreffen werden die beiden um 16.40Uhr Ortszeit (1.40Uhr nach Mitteleuropäischer Zeit). Meine Wenigkeit befindet sich gerade in Baltimore an der Ostküste. Nach einem 6.15 Uhr Flug aus meiner amerikanischen Heimatstadt Hartford, zu dem ich mich nur sehr widerwillig aufraffen konnte, habe ich nun hier ein wenig Zeit bevor ich mich 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr nach mitteleuropäischer Zeit) in Richtung Los Angeles verabschiede.

Zum Tagesziel: Sollten wir es tatsächlich schaffen uns in Los Angeles zu treffen und die beiden Herrschaften in die USA einzuschleusen, dann steht Mietwagen abholen als nächster Schritt auf der Agenda. Während wir zwar heute keine große Etappe geplant haben, müssen wir trotzdem ein Mal quer durch die Stadt um unser Hotel in Pasadena, Kalifornien zu beziehen. Erfahrungsgemäß könnte dieses Unterfangen im Feierabendverkehr von Südkalifornien ein ganz eigenes Abenteuer werden. Zuversichtlich bin ich trotz alledem. Immerhin handelt es sich bei den Mitgliedern der Reisegruppe H ja um waschechte Veteranen.

Was bisher geschah: Wo die Reise von Hagen und Robert gerade erst beginnt, bin ich schon einen Monat lang unterwegs. Über Los Angeles, San Diego, San Francisco und Chicago ging es für mich per Flugzeug und Zug in Richtung Teilzeitheimat Connecticut, wo ich die letzten drei Wochen verbracht habe.
All dies ist und war nur Möglich, weil meine mehr als großzügige Chefin zwei Monate Sommerurlaub hat springen lassen. Sie ist ja doch eigentlich ganz okay..wenn ich länger drüber nachdenke :)

Genug gefaselt für den Anfang. Tägliche Updates kann und will ich zu diesem Zeitpunkt nicht versprechen, es wird jedoch die Ein oder Andere geistreiche Ansammlung von Schrift und Bild geben.

Bis dahin, Prost!














Samstag, 16. Juli 2016

Ein letzter Eindruck

Nachdem nun einige Tage vergangen sind seit die Helden wieder Heim gekehrt sind und schon 1/2 Eindrücke verarbeitet werden konnten, gibt es nun den abschließenden Bericht zu der gesamten Reise.

"Was mache ich hier eigentlich?" Diese Frage stellte ich mir mehr als nur Einmal in den Stunden vor Reisebeginn. Gebeutelt und geschlaucht von 2 Monaten Abitur-stress und dem doch etwas ausgeartetem Abiball in der Nacht zuvor gab es für mich schönere Gedanken als die nächsten 48 Stunden auf den Beinen zu verbringen. Die Motivation hielt sich in Grenzen und der Gedanke, dass ich mir die nächsten 14 Tage ein Bett mit Kettensägenmeister Robert teilen muss machten die Kopfschmerzen auch nicht besser. Auch die zwei anderen Reisenden stellten sich diese Frage bestimmt. Vielleicht aus anderen Gründen, aber egal. Den Mist hatten wir uns selber eingebrockt..

Als wir letzten Herbst darüber sprachen, ob eine solche Reise sinnvoll und tatsächlich realisierbar ist ging der ganze Spaß los. Der große Meister und Herrscher machte Nägel mit Köpfen und gab Anweisungen, Flüge gen Westen zu finden. Es wurden erste Planungen und Überlegungen getätigt um der perfekten Route und dem perfekten Urlaub ein Stück näher zu kommen. Der furchtlose Kapitän Robert leitete und lenkte die Planung durch unruhige Gewässer und rekrutierte kurzerhand noch einen Matrosen, der für das Abenteuer als Geeignet erschien. Auch Matrose Hagen machte Nägel mit Köpfen und entschied sich innerhalb kürzester Zeit zugunsten einer Reiseteilnahme. In den folgenden Monaten galt es dann neben der endgültigen Ausarbeitung der Route auch noch Unterkünfte zu finden. Immerhin waren zum Zeitpunkt der Reise 2/3 der Mitglieder schon längst über ihren Zenit und deshalb entschied sich die Organisation gegen den Schlafsack und die Isomatte und für das noble Hotel. Nachdem all dies (Wie nicht anders von einem Heinrich zu erwarten) pünktlichst erledigt wurde konnte man sich zurück lehnen und auf die Reise warten. Die trügerische Ruhe täuschte. Die Zeit verging wie im Flug und so wurde aus "Ach wir haben doch noch ein halbes Jahr Zeit" ein eher erschrockenes "Scheiße, wir fliegen in 12 Tagen in die USA.". Auch diese verbliebenen Tage halfen nur wenig um sich mental auf dieses Unterfangen vorzubereiten und ehe man sich versah,stand man auf der Golden Gate Bridge und ließ sich von der Sonne die Nase verbrennen. Die ganze Nervosität der letzten Tage, sei es aufgrund des Fluges oder aufgrund der Tatsache, dass man so eine Reise noch nie geplant hat und nicht weiß ob alles so funktioniert wie gewünscht, war verflogen. So machten wir auch die nächsten Wochen weiter: Entspannt und ohne Nervosität konnten wir diese zwei Wochen genießen und die unzähligen Eindrücke so gut wie möglich aufnehmen. Auch nach mehreren Wochen fällt es aber immernoch schwer zu realisieren welche Anzahl an Naturwundern und Städten man in diesen Tagen erkunden konnte. Man hätte gut und gerne auch 3-4 Wochen mit der selben Anzahl von Zwischenstopps verbringen können ohne das Einem langweilig geworden wäre. Wir haben aber das Beste aus der so kurzen Zeit gemacht und trotzdem eine große Anzahl von Menschen mit unseren Wundertaten berührt und den amerikanischen Kontinent zu einem besseren Ort gemacht.

 Die angekündigten Bewertungen der einzelnen Reisesmitglieder kann deshalb nur wie folgt ausfallen: Der unzerstörbare Robert schließt die Reise mit einer grandiosen 1 ab! Eine atemberaubende Leistung, die nur von dem gelegentlichen Schnarchen und 1-2 Umwegen durch Pazifikbunker getrübt wurde. Ansonsten gab er den allseits bekannten Touristen der immer auf der Suche nach dem nächsten perfekten Selfie war. Auch steuerte er unser Superheldenmobil die meiste Zeit durch die amerikanische Prärie und meisterte auch Herausforderungen wie die Autobahn in Los Angeles souverän.
Auch der zuletzt dazu gestoßene Hagen erwies sich (wie auch schon erwartet) als taugliches Mitglied und darf sich deshalb auch über eine glatte 1 freuen. Der Akademiker verdrehte reihenweise den amerikanischen Schönheiten den Kopf und war Stimmungsmacher Nummer 1. auf dieser Reise. Ob sinnvolle Gespräche (eher selten) oder das allseits beliebte "dummes Zeug erzählen" (eher nicht so selten), Hagen war für alles offen und für jeden Spaß zu haben. Auch hier gab es jedoch einige wenige Punkte, die die Abschlussnote 1+ verhinderten. Leider scheiterte Hagen manchmal an seinem eigenen Hunger und schaffte es im Laufe dieser zwei Wochen nicht, erschwingliche Kirschen ausfindig zu machen. Desweiteren hatte er auch nach einer Nacht in Las Vegas noch alle Zähne, was auf große Enttäuschung im Lager stieß.
Da ich mich leider ein wenig schwer tue meine eigene Wenigkeit und Leistung einzuschätzen überlasse ich das lieber Anderen. Einschätzungen können bei den zwei anderen Superhelden erfragt werden. Berichten zufolge soll die Note aber zwischen einer 1+ und einer 1+ schwanken.

Alles in Allem kann ich guten Gewissens behaupten, dass diese zwei Wochen mehr als nur beeindruckend und toll waren und auf der schönsten Wochen aller Zeiten ganz weit oben stehen.
Ich hätte mir keine bessere Reisegruppe wünschen können und hoffe, dass die Gebrüder Heinrich das ähnlich sehen. Sollten die gnadigen Senior in einigen Jahren körperlich und geistig noch so auf der Höhe sein (Mit 50 ist man ja immerhin in zehn Jahren 60..) dass sie für weitere Reisen offen sind, wäre der Junior weiteren Abenteuern nicht abgeneigt..

Desweiteren hoffe ich dass Ihr in diesen Einträgen einen guten Einblick in die Wundertaten der drei H's erhalten konntet und bei der nächsten Reise wieder dabei seid. Bis dahin!

Sonntag, 3. Juli 2016

Vegaaaaaas!

Die letzte Station dieser außergewöhnlichen Reise sollte uns in die weltbekannte Spielmetrople Las Vegas führen. Nachdem alle längeren Streckenabschnitte schon vorher bewältigt wurden benötigten wir nur ca. 2 Stunden um vom Zion National Park nach Las Vegas zu kommen. Trotz zu früher Anreise hatte der Angestellte glücklicherweise schon ein Zimmer für uns parat und so schafften wir es genau rechtzeitig zum Anstoß des Spiels (Man sieht,wenn es wirklich wichtig ist, können wir auch pünktlich sein!). Die sowieso schon warmen Temperaturen waren am kochen. Man meisterte die 120 Minuten ohne Nervenzusammenbruch und auch beim Elfmeterschießen blieben alle Hosen trocken. Nach dem Sieg sollte in euphorischer Stimmung die Stadt unsicher gemacht werden. Auch der Plan, beim Italiener eine Pizza zu essen war schon geschmiedet. Nachdem wir also den Strip ein Mal hoch und runter getigert sind und Hier und Da mal einen Blick in die Casinos geworfen hatten, wurde der Hunger nach italienischen Gerichten größer.. Zu unserem Unverständnis hatte Dieser aber schon geschlossen und so musste die Sieger Zigarre und das Sieger Pils leider vor geschlossenen Türen genossen werden. Nette Fotos wurden trotzdem geschossen. Die Laune war noch immer feucht- fröhlich und sollte mit einem mehrstelligen Millionenbetrag im Casino noch weiter erheitert werden. Wir hatten zwar vorher verzweifelt versucht die verschiedenen Spiele zu verstehen und mit komplizierten mathematischen Formeln die Erfolgschancen zu erhöhen, entschieden uns aber aus verschiedensten Gründen letztendlich für die Automaten. Der Hauptgewinn von 1,5 Millionen motivierte die fröhlichen Spieler weiter und mit Aussagen wie "Wir sind ja nicht zum Kindergeburtstag hier" wurde das schlechte gewissen über das ausgegebene Geld weggeredet. Irgendwann war jedoch auch unsere finanzielle Schmerzgrenze erreicht und so machten wir uns in der immer noch heißen Sommernacht auf den Weg nachhause. Trauer gab es nicht und dem ausgebliebenen Erfolg wurde auch der eine oder andere Vorteil zugeordnet. "Eigentlich können wir ja nur froh sein.. Was hätten wir wohl mit 1,5 Millionen hier für Scheiße angestellt" war z.B einer dieser Vorteile.

Da es ja doch ein bisschen länger ging als der Sandmann das eigentlich erlaubt gab es am letzten Morgen in den USA erhebliche Schwierigkeiten beim Verlassen des Betts. Man verschlief das Frühstück und konnte noch gerade so pünktlich auschecken. Da uns die bis dahin zurück gelegte Strecke mit unserem Superheldenmobil noch nicht reichte, beschlossen wir noch ein paar Runden zu drehen und Vegas noch ein wenig zu erkunden.Gegen 13 Uhr war es dann so weit.. Es war an der Zeit seine Sachen ein letztes Mal aus unserem treuern Automobil zu heben und sich in Richtung Flughafen zu begeben. Erwartet hatten wir einen Flughafen im Größenformat Frankfurt oder London.. was wir bekamen war ein eher Leipzig- ähnlicher Flughafen. Auch hier konnte man von der Eingangstür bis zum Gate schauen. Der Check- In Prozess war dementsprechend einfach und man hatte sogar noch Zeit für ein paar Runden Skat. Um 17 Uhr Ortszeit verabschiedeten sich die beiden Abenteurer und marschierten in ihren Flieger. Nach etwa 11 1/2 Stunden Flug werden die Helden morgen Mittag gegen 13 Uhr in Frankfurt landen. Medienberichten zufolge soll ein Staatsempfang geplant sein und auch Angela Merkel soll sich angemeldet haben. Die amerikanische Bevölkerung trauert und die Fahnen wehen auf Halbmast. Für's erste haben die zwei unbesiegbaren Heinrichs genug Wundertaten auf amerikanischem Boden vollbracht. Dieser Kontinent muss sich nun wieder mit Donald Trump zufrieden geben und hoffen..

Ein umfassender Abschlussbericht folgt in kürze. Dieser wird ausführliche Analysen zu den einzelnen Reisegruppenmitgliedern enthalten und auch eine Bewertung zum an den Tag gelegten Verhalten. Bis dahin!

 LasVegas bei Dämmerung

 Springbrunnen am Bellagio
 Geschlossener Italiener..warum wohl?

Zocken in Vegas